Singapore China

Letztes Update am 01. November 2018
China Highlights, die sich u.a. mit einem Transitvisum für Peking und Shanghai bequem mit Singapore kombinieren lassen.

Die Geschichte von China ist so vielfältig wie das Reich der Mitte reich an Kulturgütern und landschaftlichen Schönheiten. Einige ausgewählte Höhepunkte aus unserem Reiseprogramm, die sich u.a. mit einem 144 Stunden Transitvisum für Peking und Shanghai bequem mit Singapore kombinieren lassen, stellen wir alphabetisch vor.

Beijing

Peking ist heute nicht nur die Hauptstadt der Volksrepublik China, sondern für chinesische Verhältnisse eine recht junge Stadt. In den Mittelpunkt der Geschichte rückte Peking als die Qing-Dynastie (1644 bis 1911) diese zu einem wichtigen Vorposten gegen die Mongolen ausbauten. Auch wenn das Wachstum der Stadt auf ca. dreizehnMillionen Einwohner die älteren Teile verdrängte so bietet die Metropole dem Besucher auch heute noch mehr als 1.000 Sehenswürdigkeiten, Tempel und Museen.

Highlights

Zu den Hauptattraktionen gehört sicherlich der Besuch der 770 bis 475 v. Chr. erbauten, rund 6.000 Kilometer langen Großen Mauer, die Verbotene Stadt sowie der Sommerpalast, der Himmelstempel und das Tor des Himmlischen Friedens. Der Sommerpalast, der als Sommerresidenz für den Kaiser diente, in einer heutige Form wurde unter Kaiser Qianlong um 1760 n. Chr. konzipiert. Die rund 290 Hektar große Anlage, mit einer der größten und am besten erhaltenen Gartenanlagen gehört zum Weltkulturerbe. Der Kaiserpalast, bereits seit Ende der zwanziger Jahre Palastmuseum, diente bereits ab der Mitte des 15. Jhd. n. Chr. als Regierungszentrum und Wohnsitz und beherbergte bis 1911 24 Kaiser aus zwei Dynastien. Auf einer Fläche von über 70 Hektar bietet der Bezirk ein einzigartiges Ensemble. Dem Umstand, dass das Areal 500 Jahre nicht zugänglich war verdankt es seinen Namen Verbotene Stadt. Der Himmelstempel aus dem Jahre 1420 n. Chr. ist mit einer Fläche von über 270 Hektar auch heute noch einer der größten Sakralbauten von China, dessen gleichnamiger Altar einst als Zentrum der Welt galt. Als Symbol der Neuzeit gilt das Tor des Himmlischen Friedens (Tiananmen), von dessen Tribüne 1949 Mao Zedong die Gründung der Volksrepublik China ausrief.

Chongqing

Chongqing ist heute mit rund fünfzehn bis zwanzig Millionen Einwohnern eines der größten Ballungszentren von China. Die Stadtverwaltung der Industrie- bzw. Hafenstadt am oberen Yangtze ist zuständig für mehr als zwei Dutzend Distrikte, deren Fläche in etwa der Österreichs entspricht. Besondere Bedeutung erlangte Chongqing während des zweiten Weltkriegs als die Regierungsgewalt Nationalchinas statt von Nanjing defacto von hier ausging. Heute ist die Stadt für viele Touristen Ausgangspunkt für eine Kreuzfahrt auf dem Yangtze.

Dali

Dali liegt rund 2.000 Meter ü.d.M. an der ehemaligen südlichen Seidenstraße in der Provinz Yunnan und ist verkehrstechnisch gut an die Provinzhauptstadt Kunming angebunden. Die Mehrheit der knapp drei  Millionen Einwohner von Dali gehören der ethnischen Minderheit der Bai an. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Dali sind der rund 250 km² große Erhaisee und der Sommerpalast der Könige von Nanzhao, von dem jedoch nur noch wenige Reste erhalten sind. Ein markantes Teil des Stadtbilds von Dali ist auch das Wuhua Lou Tor, ein Teil der ehemaligen Stadtbefestigung.

Datong

Datong ist eine auf 1.200 Meter ü.d.M. gelegene Industriestadt in der Provinz Shanxi. Heute leben rund sechshunderttausend Menschen in der, wahrscheinlich im 5. Jhd. v. Chr. gegründeten Stadt, die aufgrund der reichen Vorkommen an Steinkohlen auch Kohlenhauptstadt genannt wird. Die kulturellen Hauptattraktionen von Datong sind das Huayan Kloster aus der Liao-Zeit (916 bis 1125) und das Shanhua Si Kloster im Süden der Stadt. Letzteres wurde im 8. Jahrhundert gegründet und nach einem Brand um 1130 n. Chr. wieder aufgebaut. Das Shanhua Si Kloster beherbergt fünf Tathagate Statuen, die auf Lotusthronen ruhen, umringt von Bodisattwas. Ungefähr sechzehn Kilometer südlich von Datong liegen die Grotten von Yungang Shiku. In den 53 Grotten werden ca. 51.000 buddhistische Statuen aufbewahrt. Viele Kunstwerke lassen auch hellenistischen und indische Einflüsse erkennen.

Dazu

Dazu liegt im Hochland von Sichuan nur rund einhundertfünfzig Kilometer nordwestlich von Chongqing und ist auch international bekannt dank seiner rund 50.000 Skulpturen aus der Tang- bzw. Song-Dynastie (9. Jhd. n. Chr. bis 13. Jhd. n. Chr.) die u.a. das Leben von Buddha darstellen so dass die Region heute Heimat einiger der für Buddhisten wichtigsten Berge mit Grotten, Nischen und Felsskulpturen ist.

Dunhuang

Dunhuang ist mit rund einhunderttausend Einwohnern eine vergleichbar kleine (Oasen-) Stadt, auf rund 1.100 Metern Höhe in der Provinz Gansu gelegen. Dunhuang geht auf eine Gründung des Han Kaisers Wudi aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert zurück. Die Stadt nahm eine zentrale Position an der Seidenstraße ein, die sich hier in eine Nord- und eine Südroute aufteilt.

Weltkulturerbe

Von touristischer Bedeutung sind die Mogao Ku Grotten, die mitunter auch als Tausend-Buddha-Höhlen bezeichnet werden. Die Grotten befinden sich ca. fünfundzwanzig Kilometer südöstlich von Dunhuang. Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Es können nur einige ausgewählte Grotten besucht werden. In einem Zeitraum vom mehr als 1.000 Jahren wurde die Höhlen von buddhistischen Mönchen aus dem Sandstein geschlagen. Bereits 1987 wurden die Grotten von Mogao Ku in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. In den Grotten findet man neben fünf Holzbauten mehr als 2.000 Tonstatuen. Die Fläche der Wandmalereien beträgt über 45.000 m² und dokumentiert unterschiedliche Szenen aus dem Leben Buddhas, Episoden aus den Sutras ebenso wie Legenden, Märchen, Alltagsszenen, einige sind aber auch nur ornamentale Ausschmückungen.

Foshan

Der Buddhaberg in der Provinz Guangdong, ist von Guangzhou (Canton bzw. Kanton) bequem in rund vierzig Fahrminuten zu erreichen und gilt als eines der historischen Zentren für Keramiken in Südchina. Höhepunkt ist ein Besuch des taoistischen Ahnentempels Zumiao, der in sehr überladener Bauart aus der Song-Dynastie (ca. 960 bis ca. 1278) errichtet wurde. Speziell das Dach besteht aus feinster Shiwan Lehmarbeit, vielleicht sogar die schönste ihrer Art.

Guangzhou

Canton bzw. Kanton ist mit sechs Millionen Einwohnern neben dem seit 1997 wieder zur China gehörenden Hong Kong größte Metropole im Süden von China. In Guangzhou findet zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, die größte Exportmesse Chinas, die Canton Fair statt. Bei einem Besuch der Stadt sollte man den Tempel des Chen Klans, der als Meisterstück der traditionellen südchinesischen Architektur gilt, den Sechs Banyan Tempel, die „Dr. Sun Yatsen Gedächtnishalle“ und das Stonehouse, eine von 1860 bis 1863 erbaute römisch-katholische Kathedrale im neugotischen Stil unbedingt besichtigen. Beliebtes Ausflugsziel ist darüber hinaus auch der Zoo im Stadtbezirk Panyu.

Guilin

Guilin ist in den letzten dreißig Jahren auf ca. eineinhalb Millionen Einwohner angewachsen. Gelegen im Südosten von China an den Ufern des Lijiang Flusses erschließen sich dem Besucher von hier aus am besten die atemberaubenden Ausblicken auf ungewöhnliche Felsformationen der Karstberge, Bambusbüsche an den Ufern, Fischer in kleinen Booten und malerische Ansiedlungen. Schon seit Jahrhunderten preisen Maler und Dichter die landschaftliche Schönheit und so ist es nicht erstaunlich dass Guilin zu den beliebtesten Zielen in China gehört. Eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten von Guilin, ist die unter der Erde liegende Schilfrohrflötenhöhle (Ludi Yan) mit ihrer farbigen Beleuchtung und fantastischen Stalaktiten und Stalagmiten. Am Zusammenfluss des Yangjiang und des Lijiang liegt der Elefantenrüsselberg (Xiangbishan), der einem Elefanten beim Wassertrinken ähnelt und Symbol der Stadt Guilin ist.

Hangzhou

Hangzhou liegt an der Mündung des Flusses Qiantang rund zweihundert Kilometer süd-südwestlich von Shanghai und gilt als eine der Wiegen der chinesischen Zivilisation, denn die Liangzhu Kultur lässt sich bis vor 47.00 Jahren nachweisen und selbst die dokumentierte Geschichte der Stadt reicht bis ins Jahr 221 v. Chr. zurück. Die Region mit ihren rund sieben Millionen Einwohnern ist zum einen als Anbaugebiet für Tee bekannt zum anderen für den Westsee (Xihu) mit seinen über fünfzig Sehenswürdigkeiten.

Kaiping

Kai Ping südwestlich der Provinzhauptstadt Guangzhou (Canton) am Übergang von der Ebene des Perlflusses in ein Hügelland gelegen, ist durch seine befestigten, meist fünfgeschossige Häuser, sogenannte Diaolou, bekannt geworden. Diese wurden in ländlichen Regionen sowohl als Wohnhäuser wie auch als Verteidigungsanlagen genutzt und sind heute als Weltkulturerbe geschützt.

Kashgar

Kaxar liegt in Nordwestchina im uigurisch-autonomen Gebiet Xinjiang. Neben landschaftlichen Schönheiten wie dem Kalakuli See auf dem Pamir Plateau in einer Höhe von rund 4.500 Metern ü.d.M. zwischen zwei Schneebergen gelegen ist die Stadt für Ihren Sonntagsbazar berühmt, der als einer der größten in Mittelostasien gilt.

Kunming

Kunming ist die vier Millionen Einwohner zählende Hauptstadt der Provinz Yunnan und wurde bereits im 3 Jhd. v. Chr. von General Zhuang Qiao gegründet. Im Laufe ihrer Geschichte wuchs die Stadt am Ufer des Dianchi Sees zu einer blühenden Metropole heran und war ein bedeutender Warenumschlagplatz für den Handel mit Indien, Indochina, Burma und Szetschuan. Wegen dem milden Klima und der üppigen Vegetation wird Kunming, auf dem fast 2.000 Meter hohen Ost-Yunnan-Plateau gelegen, auch gerne Stadt des ewigen Frühlings genannt. Die Hauptattraktion von Kunming ist zweifelsohne der Tempel der Vollkommenheit und des Erfolgs. Der Tempel wurde zur Zeit der Tang-Dynastie (618 n. Chr. bis 907 n. Chr.) errichtet und in den folgenden Jahrhunderten immer weiter ausgebaut. Südlich der Stadt breitet sich der Dianchi See, heute auch oft Kunming See genannt, auf 297 km² aus. An den Ufern des See findet man zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Daguan Lou Park, den Pavillion Sanging Ge und den Bambustempel.

Lijang

Die Stadt am schönen Fluss ist bezirksfreie Stadt in der Provinz Yunnan, in einem malerischen Tal in der Nähe der tibetischen Grenze an den südöstlichen Ausläufern des Himalaja gelegen, rund hundertfünfzig Kilometer von Dali bzw. sechshundert Kilometer von Kunming entfernt. Lijang bietet durch die Lage auf einem 2.600 Meter ü.d.M. gelegen Plateau ein ganzjährig angenehmen Klima. Die eigentliche Stadtgründung erfolgte im 13. Jahrhundert mit Eroberung durch die Yuan-Dynastie unter der sie sich zu einem wichtigen Handelsposten zwischen China bzw. Yunnan und Tibet entwickelte.

Highlights

Mit Aufnahme der Altstadt (Stadtbezirk Gucheng bzw. Großgemeinde Dayan) in die Liste des Weltkulturerbes erfreut sich Lijang bei in- und ausländischen Besuchern zunehmender Beliebtheit. Durch die Altstadt, die als eine der best erhaltenen in China gilt, ziehen sich Kanäle und enge Gassen, viele der alten Steinbrücken sind jahrhundertealt. Rund fünfzehn Kilometer entfernt liegt der rund 5.600 Meter hohe Jadedrachen Schneeberg bzw. auch Weißer Jadedrachen Berg genannt (Yulong Xueshan) der bis zu seiner Schneegrenze mit einer Drahtseilbahn erschlossen ist.

Longshen

Longshen gehört zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Guilin im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang im Südosten der Volksrepublik und bezeichnet sowohl den autonomen Kreis als auch die Großgemeinde. Der Ort zeichnet sich wie die gesamte Region durch seine zauberhaften Reisfelder aus die sich bis auf eine Höhe von 800 Meter hinauf ziehen.

Luoyang

Luoyang liegt im Westen der Provinz Henan, rund hundert Kilometer westlich von Zhengzhou am Fluss Luo He und ist Heimat von rund 600.000 Menschen. Seit 770 v. Chr. war Luoyang Hauptstadt von neun Dynastien. Zur Zeit der östlichen Han-Dynastie wurde hier eine kaiserliche Akademie gegründet, in der über 30.000 Studenten ausgebildet wurden. Auch die Herrscher der nördlichen Wei hatten hier ihre Residenz, zu dieser Zeit besaß die Stadt mehr als 1.000 Tempel. Nachdem die Jin im Jahr 937 n. Chr, ihre Residenz nach Kaifeng verlegten, versank Luoyang in der Bedeutungslosigkeit.

Highlights

Hauptattraktion ist der im Stadtzentrum gelegene Wangcheng Gongyuan Park, der für sein Pfingstrosenreichtum besonders bekannt ist. Ungefähr zwölf Kilometer südlich der Stadt befinden sich die Longmen Grotten, die zu den bedeutendsten Höhlentempeln von China zählen. Diese buddhistische Kultstätte besteht aus rund 1.352 Grotten, 750 Nischen und 40 Pagoden. Mit dem Ausbau der Grotten wurde bereits im Jahr 494 n Chr. begonnen und über Jahrhunderte hinweg wurden die Höhlen mehr und mehr ausgebaut. Leider sind viele der Grotten durch Erosion bedroht und sowohl Kunsträuber als auch Souvenirjäger haben diesen kulturellen Schatz stark geschädigt.

Macau

Macao an der südchinesischen Küste knapp sechzig Kilometer westlich von Hongkong gelegen ist heute eine weitere Sonderverwaltungszone. Der chinesischer Name A Ma Gao bedeutet übersetzt Bucht der A Ma, also Bucht der Göttin der Seefahrer und Fischer. Macau fiel 1557 an die Portugiesen und ist somit die älteste europäische Kolonie in China. Nach einer kurzen Blütezeit als Handelsstadt versank Macao jedoch schon bald darauf in der Bedeutungslosigkeit. Erst als die Stadt 1845 zum Freihafen erklärt wurde und der Handel mit China intensiviert wurde gewann Macau wieder an Bedeutung. Im 2. Weltkrieg blieb Macao neutral und blieb somit von der Besetzung durch Japan verschont. Im Jahr 1999 schließlich wurde Macao von Portugal an China zurück gegeben und besitzt seit dem wie auch Hong Kong den Status einer Sonderverwaltungszone.

Highlights

Zahlreiche Bauten aus der frühen Zeit der portugiesischen Kolonialherren zieren die rasch wachsende Stadt. Besondere Bedeutung haben die Fassade der ehemaligen Pauluskirche, die 1835 durch ein Feuer zerstört wurde, der Kun Lam Tong Tempel mit seinen schönen Buddhafiguren und der Leuchtturm Farola da Guia, von dem aus man einen wundervolle Ausblick auf das gesamte Territorium genießen kann. Bekannt ist Macao auch durch seine zahlreichen Spielbanken, die der Stadt auch den Ruf eines Las Vegas in Asien einbrachte.

Nanjing

Nanking ist Hauptstadt der Provinz Jiangsu und liegt zwischen den Bergen Shito Chen (Steinstadt) und dem Zijinshan (Purpurberg). Rund sieben Millionen Menschen leben heute in dieser geschichtsträchtigen Stadt. Die Gründung von Nanking geht auf eine Waffenschmiede aus der Zeit der Streitenden Reiche zurück. Währende der Wu Dynastie (220 bis 280) wurde Nanking zur Hauptstadt und auch die Herrscher der Jin, Song, Qi, Liang und Cheng residierten zeitweilig in Nanking. 1368 wurde Nankin unter den Kaisern der Ming Dynastie erstmals Hauptstadt des gesamten chinesischen Reiches. Nach der Verlegung der Hauptstadt nach Beijing (1491) wurde Nanking als Nanjing (Südhauptstadt) bezeichnet. Traurige Berühmtheit erhielt Nanking 1937 als japanische Truppen mehr als 100.000 Einwohner der Stadt niedermetzelten. Nanking bietet dem Besucher einige Sehenswürdigkeiten, so z.B. den 1338 errichteten Trommelturm, den Drachen See mit seinen fünf, malerischen Inseln. Auch Teile der gewaltigen Stadtmauer aus der Ming Zeit sind noch erhalten. Von besonderer Schönheit ist der Garten der schönen Ausblicks (Zhhanyuan), der zur Zeit der Ming Dynastie von General Xu Da angelegt wurde. Ebenso mit dem Namen des Generals Xu Da’s verbunden ist der Turm der gewonnen Schachpartie (Shengqi Lou). Der Kaiser Taizu schenkte 1871 nach einem Schachspiel den See und all seine Monumente dem siegreichen General.

Qufu

Qufu in der ostchinesischen Provinz Shandong, rund hundertsiebzig Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Jinan gelegen und zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Jining gehörend, gilt als Geburts- und Sterbeort von Konfuzius der hier 551 v. Chr. das Licht der Welt erblickt. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der an der Stelle des Geburtshauses errichtete Konfuziustempel sowie Residenz und Wald der Familie Kong. In letzterem sind nahezu alle direkten und indirekten Nachkommen von Konfuzius bestattet.

Pingyao

Pingyao mit seinen rund fünfzigtausend Einwohnern liegt in der Provinz Shanxi ca. achtzig Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Taiyuan. Pingyao wurde 1999 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt, da das Stadtbild mit seiner historisch gewachsene Altstadt aus der Ming- und Qing-Zeit, als die Stadt eines der wichtigsten Finanzzentren war, außerordentlich gut erhalten ist. Neben einer Vielzahl historischer Hofhäuser ist auch die längste vollständig erhaltene mingzeitliche Stadtmauer in China hervorzuheben.

Shanghai

Schanghai gilt als eine der modernsten Städte von China und ist bedeutendstes Industrie- und Handelszentrum. Mit seinen rund vierzehn- bis achtzehn Millionen Einwohnern gehört die direkt der Zentralregierung unterstellte, am Mündungsgebiet des Yangtze gelegene Stadt zu den größten der Welt.

Highlights

Zentrum des alten Shanghai ist die Region um den von den Niederländern als Deich zum Fluss Huangpu angelegte Waterbund heute besser bekannt als Bund bzw. Zhong-Shan-Straße. An seiner Uferstraße befinden sich im europäischen Stil des 19. und 20. Jahrhunderts errichtete Gebäude während südlich sich die Altstadt, geprägt durch zweistöckige Holzhäuser und enge Gassen, erstreckt. Im Herzen des historischen Zentrums von Shanghai liegen u.a. die Yu bzw. Yu Yuan Gärten aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Der südlich des Suzhou-Kanals gelegene Jadebuddha-Tempel (Yufo Si), wo den Besucher zwei Buddhafiguren aus reiner, weißer Jade erwarten, die im 19. Jahrhundert von Burma nach Shanghai gebracht wurden und heute als erlesenste Jadekunstwerke auf chinesischem Boden gelten, ist heute eine der wichtigsten religiösen Stätten der Millionenmetropole. Als Zentrum des modernen Shanghai, wo auch die meisten Wolkenkratzer errichtet wurden, gilt Pudong mit Wahrzeichen wie dem Shanghai World Financial Center (492 Meter), dem Jin Mao Tower (421 Meter) und dem Oriental Pearl Tower (468 Meter).

Shaolin

Shaolin ist rund achtzig Kilometer von Luoyang entfernt. In diesem Kloster wurde eine der bekanntesten chinesischen streitbarten Traditionen im 5. Jahrhundert von einem indischen Mönch entwickelt. Jedes Jahr kommen tausende Chinesen um die Körperkunst des Kung Fu zu erlernen. Große Klassen begeisterter Schüler, viele nur neun oder zehn Jahre alt, kann man im Kloster beobachten, wie sie zu Übungszwecken einen Speer durch ihren Strohpuppen-Gegner rammen oder ihren imaginären Sparringpartner mit einer Gewalt treten, die ausreichen würde, einen Elefanten zu Fall zu bringen.

Suzhou

Suzhou ist mit seiner über 2.500 Jahre alten Geschichte eine der ältesten Städte des Yanktze Becken, die ihren besonderen Aufschwung mit der Fertigstellung des Kaiserkanals als Handelsweg in Richtung Norden erfuhr und heute dank Autobahn und Shanghai Nanjing Eisenbahnlinie in nur ein bis zwei Stunden von Shanghai aus erreichbar ist. Bereits um 1276 n. Chr. hat Marco Polo die Stadt besucht, die sich seit dem 14. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum der Seidenproduktion entwickelte. Auf Grund der bezaubernden Lage, eingebettet zwischen Hügeln und dem Tai-See, erkoren hohe Regierungsbeamte die Stadt zu ihrem Altersruhesitz und legten bereits ab 1500 n. Chr. einzigartige Gärten an. Besonders hervorzuheben sind von den heute rund zwanzig erhaltenen der Garten der anspruchslosen Amtsperson (Zhouzheng Yuan), der Garten des Verweilens (Liu Yuan) und der Garten des Meisters der Netze (Wang Shi Yuan).

Taishan

Tai Shan in der Provinz Shandong nördlich von Taian (Tai’an), ist einer der fünf mystischen Berge in China. Auch wenn er mit 1.545 Metern sicherlich nicht der höchste ist, verkörpert der Taishan jedoch im alten chinesischen Weltbild bzw. im Taoismus, der das Reich der Mitte als Quadrat betrachtet, den östlichen Eckberg. Zum Gipfel führt mit 6.293 Stufen, verteilt auf neun Kilometer, die längste Treppe der Welt. Heute kann der Höhenunterschied von rund 1.350 Meter auch bequem mit der Seilbahn zurückgelegt werden. Der Tai Shan wartet mit rund 2.000 historischen Denkmälern, Klöstern und Tempelhallen auf zu deren bedeutenden der Tempel des Jadekaisers (Yuhuang Dian) gehört. Das ausgedehnte Berggebiet mit seiner Fläche von rund 400 km² zählt zum Weltkultur- und Weltnaturerbe.

Taiyuan

Taijun ist Provinzhauptstadt im Zentrum der Provinz Shanxi, am Nordrand des Taixuan Beckens mit rund drei Millionen Einwohnern. Die Stadt wurde ca. 400 v. Chr. gegründet und war in ihrer wechselvollen Geschichte immer wieder Angriffsziel von nördlichen Reiterstämmen. Im Jahr 618 war Taiyuan Ausgangspunkt eines Bauernaufstands an dessen Ende Li Yvan zum Begründer der Tang Dynastie wurde. Unterstützt von der Geheimgesellschaft Weißer Lotos ging im Jahr 1900 auch der Boxeraufstand von Taiyuan aus. Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Taiyuan ist der Tempel der Doppelpagoden (Shuangta Si) der im 16. Jhd. n. Chr. erbaut wurde. Die beiden Hauptpagoden sind 54 Meter hoch und vom 13. Stockwerk aus genießt man einen eindrucksvollen Ausblick über Taiyuan. Rund fünfundzwanzig Kilometer südwestlich von Taiyuan liegt der berühmte Tempel Jinci. Die Tempelanlage wurde ca. 1400 gegründet und in den folgenden Jahrhunderten beständig erweitert. Derzeit besteht der Tempelkomplex aus ca. 100 Hallen, Palästen, Türmen und Pagoden und ist in seiner Komplexität beeindruckend.

Turpan

Turfan liegt mit seinen knapp zweihundert tausend Einwohnern im Nordwesten von China in der autonomen Region Xinjiang. Im Sommer herrschen in der Gegend um Turpan Temperaturen zwischen ca. 30 °C und ca. 50 °C, was einen beständigen Kampf gegen die Dürre notwendig macht. Über die Jahrhunderte wurden mehr als 1.000 Brunnen gegraben und ein unterirdisches Kanalsystem angelegt, das Wasser vom Tianshan in die Turpan-Senke leitet. Dieses raffinierte Bewässerungssystem hat es ermöglicht, das Turpan für die Drei Schätze der Turpan Senke (Trauben, Melonen und Baumwolle) im ganzen Land bekannt werden konnte. Durch die Lage an der Seidenstraße war Turpan schon vor 2.200 Jahren als eine bedeutende Handelsmetropole und wichtige Garnisonsstadt bekannt. Zehn Kilometer westlich von Turpan liegen die Ruinen von Jiaohe, der ehemaligen Hauptstadt des Cheshi-Reiches. Nach dem Untergang der Cheshi im 10. Jahrhundert erfolgte ein stetiger Niedergang, den Todesstoß versetzten die Truppen des Dschingis Khan der Stadt im 14. Jahrhundert. Etwa fünfzig Kilometer nordöstlich von Turpan liegen die Tausend-Buddha-Höhlen, die bekannteste der Höhlen ist zweifelsohne die Höhle von Bezeklik. Die Grotten sind eine Ansammlung buddhistischer Einsiedeleien und über und über mit Wandmalereien verziert.

Urumqi

Ürümqi bzw. auch Urumchi ist ein Wort aus dem mongolischen und bedeutet Schönes Weideland und schon vor 2.000 Jahren ließen verschiedenen Volksgruppen hier ihre Herden weiden. Im 1. Jahrhundert nahmen Truppen der Han das Gebiet für China in Besitz, die Gründung einer Stadt erfolgte jedoch erst in der Tan-Epoche. 1758 wurde die Stadt dann unter dem Namen Dihua zu einer Festung ausgebaut und 1954 bekam die Stadt dann den heutige Namen Urumqi. Aufgrund von zahlreichen Bodenschätze (Kohle und Eisenerz) in der näheren Umgebung entwickelte sich Urumchi zu einer blühenden Industriestadt in der heute über 1.5 Millionen Menschen leben. Im Norden der Stadt erhebt sich der Rote Berg, der von einer neun-geschossigen Pagode gekrönt wird. Die Pagode auf dem Roten Berg war bereits seit dem 7. Jahrhundert ein Ziel buddhistischer Pilger, die von nah und fern hierher strömten.

Wuhan

Wuhan ist Hauptstadt der Provinz Hubei, in Zentralchina an den Ufern des Jangtsekia, zwischen Chongqing und Nanjing gelegen, ist heute Heimat von rund neun Millionen Menschen. Schon in der Han Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) war die befestigte Stadt Wuchan die Hauptstadt der Provinz Huguang. Wuhan war auch der Ausgangspunkt der Revolution von 1911, die zum Sturz der Qing-Dynastie führte. Der Donghu (Ost-See) ist für die Einwohner der Millionenmetropole ein beliebtes Naherholungsgebiet. Hier findet der Besucher viele schöne Buchten, kleine Inseln mit Villen und Pagoden die vielfach auch über Brücken zu erreichen sind. Wie bei einer so alten Stadt nicht anders zu erwarten locken zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Zum Beispiel Jiunüdun, (Hügel der Neun Frauen), das Grabmal von neun Frauen, die im Kampf gegen die Mandschu im Jahr 1855 ihr Leben ließen, die Guqin Tai Terrasse, errichtet zum Andenken eines berühmten Musikers oder der Guiyuan Si (Tempel der wiedererlangten Vollkommenheit), der 500 Luohan-Figuren beherbergt.

Wuzhe

Wuzhe liegt im Dreieck der Städte Hangzhou, Suzhou und Shanghai und ist ein beschauliches Städtchen mit nur rund siebentausend Einwohnern in der Provinz Zhejiang. Lebensader ist seit jeher der Kaiserkanal, der die Stadt durchschneidet. Kanäle durchkreuzen die Altstadt, so das Wuzhen auch oft das Venedig von China genannt wird. Der Ort wird erstmals vor 1.300 Jahren, während der Tang-Dynastie erwähnt und die Holzhäuser der Altstadt, die heute so schön restauriert Touristen aus aller Welt anlocken, wurden hauptsächlich unter der Herrschaft der Qing-Dynastie (1644 – 1911) errichtet und sind so kaum noch in China zu finden. Wuzhen blieb sowohl von der zerstörerischen Kulturrevolution verschont und ist auch nicht dem Modernisierungswahn späterer Jahre zum Opfer gefallen. Nach ausgiebigen Restaurierungsarbeiten wurde Wuzhen 2001 wieder für Touristen geöffnet, die sich hier beinahe wie in einem lebendig gewordenen Freilichtmuseum fühlen können. Holzboote werden durch die zahlreiche Kanäle gerudert und viele von ihnen befördern Touristen. Zur Altstadt gehören ein Wohnviertel, ein Handwerksviertel und auch das Kulturviertel. Hier findet sich das ehemalige Wohnaus des Dichters Mao Dun (1896 bis 1981), das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und in dem schon seine Vorfahren lebten.

Xiang

Xi’an in Zentralchina, zwischen dem Qinling-Gebirge im Süden und dem Fluss Weihe im Norden gelegen, verfügt heute über drei Millionen Einwohner. Seit dem Jahr 1027 v. Chr. wählten elf Dynastien Xian, das wahrscheinlich schon vor 6.000 Jahren gegründet wurde, zu ihrer Hauptstadt. Unter der Herrschaft des ersten Kaiser des gesamtchinesischen Reiches, dem legendäre Qin-Kaiser Shi Huangdi (259 bis 210 v. Chr.) lebten schätzungsweise 500.000 Menschen in Xian. Xian war Ausgangspunkt der legendären Seidenstraße, die China, den Mittleren Osten und den Mittelmeerraum verband. Leider fielen große Teile der Altstadt Bauboom und Sanierungswahn der achtziger Jahre zum Opfer und es sind nur noch die wichtigsten historischen Gebäude erhalten geblieben. Umfangreichen Restaurierungsarbeiten in jüngerer Zeit ist es zu verdanken, dass die alte Stadtmauer aus der Ming-Zeit die Altstadt wieder fast vollständig umfasst. Rund 300 Meter nordwestlich vom Trommelturm liegt die Moschee Qingzehn Si, die in ihrem jetzigen Stil während der Ming Epoche errichtet wurde. Im Stelenwald (Beiling) kann der Besucher die größte Steinschriftenansammlung von ganz China besuchen. Ungefähr die Hälfte der mehr als 3.000 Platten umfassenden Sammlung sind ausgestellt. Die beiden wichtigsten Sakralbauten von Xian die Kleine Wildgans-Pagode und die Große Wildgans-Pagode stammen aus der Zeit der Tang Zeit (618 bis 907) sind gut erhalten und können täglich besichtigt werden. Leider sind beide Anlagen nicht in der ursprünglichen Größe erhalten geblieben. Rund um Xian findet der Besucher zahllose weitere historische Stätten und Ruinen, von denen zwei besondere Erwähnung bedürfen. Etwa sechsundzwanzig Kilometer östlich von Xian befinden sich, am Fuße des Berg Lishan, die Huapinq Thermalquellen, umgeben von einem weitläufigen Park mit modernen Palästen errichtet im Stil der Tang-Zeit, öffentliche Bäder und verschiedene Pavillons.

Terrakotta Armee

Die Hauptattraktion von Xian jedoch ist zweifelsohne das Grabmal des Kaisers Qin Shi Huangdi, dem legendären Ersten Kaiser. Im Jahr 246 v. Chr. gab Qin Shi Huangdi, damals König von Qin, den Bau seiner Grabanlage in Auftrag, deren Kammern er unter einer 46 Meter hohen Erdpyramide verstecken ließ. Die Außenanlage, welche die Pyramide umgab, wurde wenige Jahre nach dem Tod des „Ersten Kaisers“ von feindlichen Truppen geplündert und zerstört. Über Jahrhunderte geriet die Anlage mehr und mehr in Vergessenheit und so war es eine archäologische Sensation als 1974 Bauern bei Brunnenbohrarbeiten auf Tonscherben stießen. Im Verlauf der nachfolgenden Grabungen fand man die weltbekannte Terrakotta Armee: Ein Heer bestehend aus ca. 6.000 lebensgroßen Tonsoldaten, mitsamt Waffen, Gerätschaften und Pferden, aufgestellt in historischer Schlachtordnung. Die Soldaten waren bunt bemalt, aber durch Reaktionen mit der Luft verblassten die Farben schnell. Neben den aufwendigen Restaurierungsarbeiten der Armee mag dies auch ein Grund dafür sein, das der Erdhügel bis heute unberührt blieb. Laut Plänen der chinesischen Behörden soll mit Grabungen am Hügel erst begonnen werden, wenn man sich sicher ist über die notwendigen Techniken zur Erhaltung der Artefakte zu verfügen.

Xingyi

Xingyi mit seinen rund achthundert tausend Einwohnern liegt in der Provinz Guizhou, ca. sechs Autostunden südwestlich der Provinzhauptstadt Guiyang. Der Charakter der Provinz ist von Karstbergen, ähnlich wie man sie in Yunann findet, gekennzeichnet. Die lange Zeit nur schwer zugängliche Provinz gilt als eine der ärmsten Regionen in China. Die landschaftlichen Schönheiten lassen die Provinz Guizhou in letzter Zeit für Touristen, die Xingyi als Ausgangspunkt für Wanderungen nutzen, attraktiver werden. Einer der Höhepunkte ist die Mailing Schlucht, die man auf gewundenen Pfaden erkunden kann. Der Mailing Fluss ist stark gewunden und immer wieder entdeckt man Wasserfälle (bis zu 100 Meter), die den Vergleich mit dem Huanggoushu Wasserfall westlich von Guiyang nicht zu scheuen brauchen. Chin. Sprichwort: „Du findest keine 3 Meter ebenes Land, keine 3 Tage ohne Regen und keinen Bewohner mit 3 Yuan in der Tasche.“

Yangshou

Yangzhou mit ca. einer halben Million Einwohnern liegt in der Mitte der Provinz Jianggsu zwischen dem Jangtse und dem Kaiserkanal nördlich von Shanghai Die Stadt wurde während der Frühling- und Herbst-Periode um das Jahr 500 v. Chr. gegründet, war aber lange Zeit nur von geringer Bedeutung. Der Aufstieg der Stadt begann als, zu Beginn des 6 Jahrhunderts, der Kaiserkanal ausgebaut und an Yangzhou entlang geführt wurde. Die Stadt wurde ein wichtiger Warenumschlagplatz und unter der Tang-Dynastie (618 bis 907) war Yangzhou nicht nur eine der größten Städte in Südostasien, sondern auch ein wichtiger Außenhandelshafen von China. Auch Marco Polo soll sich eine Zeit lang in Yangzhou aufgehalten und ein politisches Amt bekleidet haben. Im weiteren Verlauf der Geschichte kam die Stadt durch den Salzhandel zu beträchtlichem Reichtum, den die reichen Bürger der Stadt auch dazu nutzten um Künstler, Philosophen und Wissenschaftler zu fördern. Viele der bedeutendsten Persönlichkeiten der Geschichte Chinas wurden hier geboren oder stehen in enger Verbindung mit der Stadt. Im Nordwesten von Yangzhou liegt der Schmaler West See (Shoux Hu). Der See ist im Grunde genommen ein ausgebauter Bachlauf, um den herum über die Jahrhunderte eine schöne Parkanlage entstand. Der Tempel der Himmlischen Ruhe befindet sich am Fuße des Pflaumenblüten-Berges (Meihua Ling) im Norden der Stadt. Die Gründung des Tempels geht auf die Jin-Dynastie (265 bis 420) zurück. In diesem Tempel wurden um 418 von einem nepalesischem Mönch buddhistische Schriften übersetzt. Vier Kilometer nordwestlich von Yangzhou liegt der Tempel Daming Si, der Mönch Jianzhen verbrachte viele Jahre in dem Tempel, bevor er aufbrach um den Buddhismus in Japan zu verbreiten. Aus diesem Grund messen viele japanische Buddhisten dem Tempel eine große Bedeutung bei.

Yangtze

Der Yangtse, Jangtse, Chang Jiang bzw. Jangtsekiang prägt mit seiner Länge von 6.000 Kilometern seit Urzeiten das Leben in China. Er ist Lebensader, Transportweg und er teilt das Land in Nord- und Südchina. Die Pegelstände des Yangtse schwanken stark, dadurch und durch das Eingreifen des Menschen in die Natur, kommt es immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen, die Ackerflächen vernichten. Der Fluss entspringt im Hochland von Tibet in seinem Verlauf wird er von ca. 700 Nebenflüssen gespeist, sein Einzugsgebiet umfasst somit fast 20% des Landes.

Yantze Kreuzfahrten

Nur die letzten 2.700 Kilometer ab Yibin sind schiffbar, bevor der Yangtse bei Shanghai in das Ostchinesische Meer mündet. Am bekanntesten ist der 250 Kilometer lange Flussabschnitt zwischen Fengjie und Yichang, der auch als Drei Schluchten des Yangtse bezeichnet wird. Von Fengjie aus erreicht man zunächst die Qutang Xia (Blasebalg-Schlucht), sie ist die engste und mit einer Länge von ca. acht Kilometer auch die Kürzeste. Bei Wushan, bevor man die Wu Xia (Hexenschlucht) erreicht mündet der Daninghe in den Yangtse. Hier kann man einen Ausflug in die Drei Kleinen Schluchten (Longmen, Bawu, Dicui) des Daninghe unternehmen. Die Hexenschlucht erstreckt sich über eine Strecke von rund vierzig Kilometer. Aufgrund der malerischen Berge und Panoramen ist Wu Xia wohl die Schönste der Drei-Schluchten. Xilling-Xia ist mit siebzig Kilometer die längste der Drei-Schluchten, der Yangtse ist hier an der engsten Stelle nur ca. achtzig Meter breit. Wegen der Sandbänke, versteckten Felsen und zahlreicher Stromschnellen war dieser Abschnitt bei Reisenden früherer Jahrhunderte gefürchtet. Durch Sprengungen und andere Baumaßnahmen wurden diese Gefahren beiseite geräumt und heute kann auch dieser Abschnitt des Flusses gefahrlos bereist werden.

Yichang

Yichang mit rund drei hunderttausend Einwohnern liegt am Ausgang der Drei-Jangtse-Schluchten im Westen der Provinz Hubei. Durch die günstige Lage am Jangtse ist Yichang schon seit ca. 2.500 Jahren das kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum des westlichen Hubei. Fünf Kilometer westlich der Stadt liegt das ersten und größte Jangtse Stauwerk: Gezhou Ba. Der Damm ist 70 Meter hoch und 2606 Meter lang. Nordwestlich von Yichang befindet sich der rund 3.000 km² große Shennongjia-Nationalpark. Der Park wird von der, bis zu 3.000 Meter hohen, gleichnamigen Gebirgskette durchzogen. Das Klima in dieser Region sorgt für eine große Artenvielfalt und in der Umgebung des Dajiuhu Sees kann man sogar Tiger, Affen und Bären antreffen. Neben den realen Bewohnern dieses Nationalparks geht auch die Legende, dass in den dicht bewaldeten Hügeln der legendäre Yeti haust.

Yungang

Yungang mit seinen berühmten Grotten liegt ca. sechzehn Kilometer von Datong entfernt. Die insgesamt 53 Höhlen sind in Sandstein gehauen und verteilen sich über eine Länge von rund 1.000 Meter. In den Grotten finden Sie 51.000 Statuen. Die Yungang-Grotten gehören zu den bedeutendsten buddhistischen Kultstätten in China. Viele Kunstwerke lassen auch hellenistischen und indische Einflüsse erkennen.

Zhengzhou

Tschengtschou liegt im Norden der Provinz Henan, ca. zwanzig Kilometer südlich des Gelben Flusses, auf rund 100 Meter über dem Meeresspiegel und verfügt über rund eine Million Einwohnern im Kernbereich bzw. 7 Millionen im Verwaltungsgebiet. Wie Ausgrabungen belegen handelt es sich bei Zhengzhou um eine der ältesten Städte in China. Archäologen fanden die Überreste einer Stadtmauer aus der Shang-Zeit (16. – 11. Jhd. v. Chr.), deren Gesamtlänge sieben Kilometer beträgt. Die Basis dieser gewaltigen Mauer beläuft sich auf dreißig Meter und sie erreichte eine Höhe von sagenhaften neun Metern. Eine bedeutende Ausdehnung erfuhr die Stadt währen der Zhou-Dynastie (11. Jhd. bis 770 v. Chr.) von denen sie auch den heutigen Namen erhielt. In der Umgebung von Zhenzhou kann man die Ruinen der Stadt Youli besuchen. Die Stadt war zu Zeiten der Zhou-Dynastie ebenfalls eine bedeutende Metropole.

Zhongdian

Shangri-La ist einer kleinen Stadt rund 198 Kilometer nördlich von Lijiang in der Nähe der tibetischen Grenze, auf einer Höhe von 3.200 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Der überwiegende Teil der einhundert-dreißig tausend Einwohner gehören tibetischen Volksgruppen an. Der Kreis war 1913 unter dem Namen Zhongdian gegründet worden, aus touristischen Aspekten wurde er 2001 in Shangri-La umbenannt.

The Lost Horizon

Shangri-La liegt auf dem Weg nach Tibet und wohl die meisten westlichen Besucher des Berglandes im Himalaja haben den Roman Der verlorene Horizont von James Hilton gelesen. In dem 1933 erschienen Roman finden vier Flüchtlinge nach einem Flugzeugabsturz Unterschlupf in einem anscheinend paradiesischem Bergkloster mit dem Namen Shangri-La. Die vier empfinden das Leben im Kloster unterschiedlich, während die Mäßigung und die Ruhe die einen anzieht, sehnen sich andere in die normale Welt zurück. Seit erscheinen des Romans wird der Name Shangri-La als Synonym für Ruhe, Frieden und Geborgenheit genutzt.

Zhongshan

Zhongshan mit rund eineinhalb Millionen Einwohnern zweitkleinste bezirksfreie Stadt in Guangdong liegt im Delta des Perlflusses an dessen Mündung in das Chinesische Meer. Zhongshan, ehemals Xiangshan, wurde bereits während der Song-Dynastie zu einer eigenständigen Kreisstadt erklärt und ist heute ist die sich am schnellsten entwickelnde Sonderwirtschaftszone im Pearl River Delta. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören Long Zhu, eine der größten Tee-Plantagen, das Lingnan Wasser-Dorf und insbesondere das Geburtshaus von Dr. Sun Zhongshan (auch Sun Yat-sen), dem Gründer des modernen China.

Reisen nach China

Reisen nach Ostasien, China, Hongkong und Taiwan: www.china-tourismus.de. Rundreisen, Stopover, Reisebausteine, englisch- und deutschsprachige Gruppenreisen für Zubucher zu festen Terminen, Hotels und individuell geplante Privatreisen.